Kleidung Selbstausdruck und Entfaltung

Passe deine Kleidung an deinen Spirit an

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Na, kommt dir der Spruch bekannt vor? Ich denke, es gibt kaum jemanden, der Pippi Langstrumpf nicht bewundert. Für mich ist diese fiktive Person bis heute ein wirklich großes Vorbild. Warum? Weil sie sich einfach keinen Kopf darüber macht, was andere über sie denken. Sie geht ihren Weg und hinterfragt Regeln. Sie versteht einfach nicht, warum Menschen Dinge tun, die ihnen keinen Spaß machen und warum Erwachsene Alles so ernst nehmen. Genau das frage ich mich auch. Wer sagt denn, das wir keinen Spaß mehr haben und verrückte Dinge tun dürfen? Gerade in der Mode ist es doch so einfach, dieses umzusetzen.

Sicher hast du schon mal den Satz gehört: „Die Frau wirkt ganz und gar nicht authentisch.“. Aber hast du dich mal gefragt, woran das liegen könnte? Mal davon abgesehen, dass es an ihrem Verhalten liegt oder an dem, wie und was sie sagt, kann es eben auch an ihrer Kleidung liegen. Kleidung kann nämlich so viel mehr als lediglich den Körper zu verhüllen. Sie hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie du dich fühlst. Natürlich gibt es diese Ladies, die in wirklich jedem Outfit selbstbewusst und stark rüberkommen. Das sind dann die, die mit sich selbst vollkommen im Reinen sind. Ich behaupte aber mal, dass das nur ein kleiner Prozentsatz ist und du sicher nicht diesen Blog liegst, wenn irgendetwas in dir nicht nach Veränderung schreit.

Was ich aktuell mitbekomme, ist dass sich viele Frauen gerne „verkleiden“. Wir tragen Sachen, die uns eigentlich gar nicht entsprechen und in denen wir uns nicht wirklich wohlfühlen. Wir wollen irgendwie dazugehören und nicht aus der Reihe tanzen. An Wochenenden, zuhause oder unter Freunden ziehen wir dann endlich das an, worauf wir so richtig Lust haben. Warum ist das so? Ich denke, der Ursprung liegt oft darin, dass wir Angst vor Ablehnung haben. In der Masse zu verschwinden, ist einfacher. Das ist die berühmte Komfortzone, in der uns nichts passieren kann. Aber es kann sich eben auch nichts verändern.  

Du willst gerne mal das rote Kleid tragen, was schon ewig in deinem Schrank liegt? Tu es einfach. Genau jetzt. Heute. Wer sagt denn, dass du dafür einen bestimmten Anlass braucht? Ja, du fällst damit sehr wahrscheinlich auf. Aber was wäre, wenn du damit endlich deinem Traummann ins Auge fällst oder seit Langem mal wieder Komplimente bekommst. Gar nicht so schlimm oder? Mut wird immer belohnt und manchmal müssen wir einfach etwas tun, ohne lange darüber nachzudenken. Vielleicht lernst du dich dadurch selbst neu kennen und merkst, dass du eine sehr weibliche Seite an dir hast. Aus irgendwelchen Gründen hast du sie irgendwann weggesperrt und vergessen. Nutze Kleidung dazu, um herauszufinden, wer du tief in deinem Inneren bist. Kritisiert wirst du immer. Entweder weil du anders bist oder weil du mit dem Strom schwimmst. Frag dich einfach, was dich deinen Zielen näher bringt.

Eine Anekdote aus meinem Leben

An dieser Stelle ein kleines Beispiel aus meinem Leben. In meiner Jugend habe ich mich total vom Außen dominieren lassen. Der Rock musste so kurz wie möglich sein, der Ausschnitt am besten auch immer schön tief. Denn ich dachte, dass mich die Männerwelt nur dann auch sieht. In meinem Augen waren nur die Mädels liebenswert, die halbnackt durch die Gegend gelaufen sind. Ich dachte wirklich, dass es das ist, was Männern gefällt. Wie du dir vielleicht denken kannst, war ich mit dieser Strategie relativ erfolglos. Das lag vor Allem daran, dass solche Outfits nicht meinem Innersten entsprochen haben. Meine Seele liebt es verspielt zu sein und zu träumen. Prinzessinnen habe ich immer bewundert. Bei mir wirkten kurze Röcke also komplett aufgesetzt. Damit war es natürlich schwer, einen passenden Partner in mein Leben zu ziehen. Sexyness kann auf viele Arten verkörpert werden. Es gibt Frauen, die in knapper Kleidung absolut hinreißend aussehen. Sie wirken darin absolut authentisch und nicht ansatzweise „billig“. Aber es gibt auch die Frauen, die in einem romantischen Blümchenkleid extrem anziehend wirken. Die Persönlichkeit ist entscheidend. Bei mir hat es viele Jahre gedauert, bei mir selbst anzukommen und wirklich zu dem zu stehen, was mich ausmacht.

Die bunten Vögel

Kennst du diese Menschen, die einem sofort ins Auge fallen und die einen hohen Wiedererkennungswert haben? Diese Personen ecken einerseits oft an, bekommen jedoch viel Anerkennung. Diejenigen, die sagen „Wie kann man denn so rumlaufen?“, lehnen oft diesen Teil an sich selbst ab. Sie wollen sich nicht eingestehen, dass sie selbst gern so wären und kommen nicht mal ansatzweise auf die Idee, das auch zu tun. Diese bunten Vögel, wie ich sie jetzt mal einfach nenne, kommen meistens total authentisch rüber. Sie leben das, was sie tragen und passen das Äußere an ihr Inneres an.

Im Gegensatz dazu, gibt es natürlich auch die Menschen, die sich absichtlich auffällig kleiden, um von ihren eigentlichen Persönlichkeit abzulenken. Sie wollen Menschen auf Abstand halten und nicht an sich ranlassen. Niemand soll sehen, wie sie wirklich sind und welche Wunden sie haben.

Falls du dich an dieser Stelle angesprochen fühlst, geh doch mal in dich und frage dich, was du verbergen möchtest und was passieren würde, wenn du dich so zeigst, wie du bist.

Mode bedeutet Selbstausdruck

Das Schöne an Kleidung ist, dass du bewusst in Rollen schlüpfen kannst. Du bist eher ruhig und verträumt, hast aber mal Lust die Rockerbraut zu sein? Na dann los. Ab in die Boots und die Bikerjacke und raus. Sei, wer du sein möchtest. Selbst wenn du diese Rolle nur spielst, so machst du das aus einem inneren Impuls heraus und fühlst dich sehr wahrscheinlich richtig gut damit. Dann wird deine Umgebung dich auch genau so wahrnehmen.

Mode darf kreativ sein. Wer sagt, dass man eine bestimmte Figur haben muss, um etwas tragen zu dürfen? Das wird uns von der Werbung und der Bekleidungsindustrie so vorgegaukelt. An dieser Stelle, ein kurzer Hinweis darauf, dass bei der Herstellung von Bekleidung Durchschnittswerte verwendet werden. Das heißt, dass die Sachen gar nicht perfekt passen können. Kein weiblicher Körper entspricht dem Durchschnitt. Wer also wirklich gut sitzende Kleidung haben möchte, muss entweder selbst nähen und den Schnitt an seine Maße anpassen oder maßgeschneiderte Kleidung kaufen. Wenn du Kleidung von der Stange kaufst, dann achte am besten auf eine hohe Qualität und wähle sie bewusst aus. Schau, worin du dich wohl fühlst und gib lieber ein paar Euro mehr aus. Du wirst dich darin deutlich besser fühlen und das gute Stück häufiger tragen. Merke dir immer: Du bist nicht durchschnittlich, sondern einzigartig.

In dem du die Kleidung an deinen Spirit anpasst, verbindest du die innere mit der äußeren Welt. Ist das nicht unfassbar spannend?

Zum Abschluss möchte ich dir noch ein wunderbares Zitat mitgeben:

„Das an dir, was nicht gut genug scheint, ist genau das, was dich gut genug macht“ (B. Yilmaz)

Das was du ablehnst, ist oftmals genau das, was du zeigen solltest. Es zeichnet dich aus und kann womöglich andere inspirieren.

Claudia Haase - Schnitt mit Stil

 

Claudia konstruiert Schnittmuster für Hobbynäherinnen, bei denen sie viel Wert auf Details legt, so dass die Kundin sich in ihrer Kleidung richtig wohl fühlt. Parallel dazu bietet sie Stilberatungen an, die die Einzigartigkeit einer jeden Lady anspricht.

Losgelöst von Regeln, möchte sie Frauen darin bestärken, das zu leben, was der eigenen Persönlichkeit entspricht. 

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Franziska Zerbe und Sina Klaffer

Franziska Zerbe

Ganzheitliches Ernährungs- und Mentalcoaching
www.mehr-als-essen.de

Sina Klaffer

Ganzheitliches, systemisches Coaching
www.raum-sein-werden.de

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